Was ist Hartmetallschrott überhaupt?
Ausgediente oder nicht mehr produktiv nutzbare Werkzeuge und Bauteile aus Wolframcarbid-Kobalt-Verbundwerkstoff – etwa Bohrer, Fräser, Wendeplatten, Stempel oder Verschleißteile, die sich nicht mehr wirtschaftlich aufbereiten lassen.
Wie wird der Preis ermittelt?
Die Vergütung erfolgt marktbasiert je Fraktion und Reinheit. Grundlage sind die aktuellen Marktpreise für Wolfram (bzw. APT) und Kobalt.
Gibt es eine Sofort‑Indikation?
Ja, online auf Basis Ihrer Angaben zu Fraktion, Menge und optional einem Foto. Der verbindliche Endpreis wird nach Wareneingang und Laboranalyse festgelegt.
Auszahlung oder Gutschrift?
Beides möglich – Sie wählen.
Akzeptieren sie Soft‑Scrap (Schlämme/Pulver) ?
Ja, nach individueller Bewertung und in geeigneter, dichter Verpackung, getrennt
von Festschrott.
Welche Behälter und Gewichte sind vorgesehen?
Box bis 20 kg, Fass bis 250 kg, Material muss trocken und ölfrei sein.
Dürfen Wendeplatten und Rundwerkzeuge gemischt werden?
Ja, das ist zulässig. Soft-Scrap ist davon ausgenommen und muss separat verpackt werden.
Welche Materialien sind ausgeschlossen?
HSS (Schnellarbeitsstahl) ist kein Hartmetall im metallurgischen Sinn und wird daher nicht als Hartmetallschrott angenommen oder vergütet. (Details siehe Abschnitt oben: „Was wir nicht annehmen”.)
Welche Recyclingverfahren kommen zum Einsatz?
Branchenüblich sind das thermische Zinkverfahren und die chemische bzw. elektrolytische Aufarbeitung – welches Verfahren angewendet wird, hängt vom Kobaltgehalt und der Legierung Ihrer Fraktion ab
Warum ist Hartmetall‑Recycling wirtschaftlich sinnvoll?
Weil sich Wolframcarbid nahezu ohne Qualitätsverlust zurückgewinnen lässt und Wolfram als kritischer, knapper Rohstoff eingestuft ist. Recycling sichert zusätzliches Einkommen aus eigentlich „verbrauchtem“ Material und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten.