Hartmetall‑Recycling und Ankauf von Wolframcarbid-Schrott

Hartmetall Recycling

Wir kaufen Ihren Hartmetallschrott (WC/Co) – transparent zum Marktpreis, mit bequemer Abholung und kurzer Bearbeitungszeit.

SO SCHLIESSEN WIR MATERIALKREISLÄUFE UND SICHERN ROHSTOFFE.

 

FAIR & TRANSPARENT:
Vergütung marktbasiert je Fraktion & Reinheit

EINFACH & SCHNELL:
Box bestellen, befüllen, Abholung terminieren

NACHHALTIG:
Bis zu 75 % Energie- und 40 % CO₂-Ersparnis

Hartmetall Recycling

Was ist Hartmetall‑Schrott eigentlich?

Der Werkstoff

Hartmetall ist kein homogenes Metall, sondern ein Verbundwerkstoff:
feinste Wolframcarbid-Körner (WC), je nach Sorte zwischen 0,5 und 10 μm groß, eingebettet in eine Bindephase aus Kobalt (Co), seltener auch Nickel (Ni). Der Kobaltanteil liegt meist zwischen 5 % und 15 %, in Sonderlegierungen bis zu 30 %. Genau diese Zusammensetzung macht ausgedientes Hartmetall wertvoll: Wolfram lässt sich aus dem Schrott nahezu vollständig zurückgewinnen, ohne dass es zu nennenswerten Qualitätsverlusten kommt.

Recyceltes Wolframcarbidpulver erreicht in der Regel dieselbe Reinheit wie neu produziertes Pulver und kann direkt wieder in die Sinterfertigung neuer Werkzeuge einfließen.

Der Rohstoff

Wolfram zählt zu den von der EU als kritisch und strategisch eingestuften Rohstoffen (Critical Raw Materials Act, Verordnung 2024/1252).
Der Abbau konzentriert sich auf wenige Länder außerhalb Europas – die EU will deshalb bis 2030 rund 25 % ihres Bedarfs an strategischen Rohstoffen über Recycling decken. Wer Hartmetallschrott einreicht statt entsorgt, sichert eine zusätzliche Einnahmequelle und reduziert die eigene Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten.

Was wir annehmen

RUNDWERKZEUGE (VHM) ::

Bohrer, Fräser, Reibahlen u. a.

WENDEPLATTEN (GEMISCHT) ::

Standard- und Sondergeometrien

VERSCHLEISSTEILE ::

z. B. Zieh-/Stanzwerkzeuge, Führungen, Mundstücke, Rollen, Matrizen (ohne Stahlelemente)

SOFT-SCRIPS ::

Schlämme, Staub/Späne, ungesintertes Pulver, Pressbruch (separat & dicht)

Was wir nicht annehmen

Hartmetall vs. HSS (Schnellarbeitsstahl) wird oft mit Hartmetall verwechselt, ist aber eine Eisenbasis-Legierung mit gelösten Wolfram-, Molybdän- und Vanadium-Anteilen – kein gesintertes WC-Co-Gefüge. Der wirtschaftlich rückgewinnbare Wolframanteil ist dadurch deutlich geringer, weshalb HSS nicht als Hartmetallschrott vergütet wird.

Praxistipp: Hartmetall ist deutlich härter und spröder als HSS und lässt sich – anders als HSS – nicht mit einer Feile bearbeiten

So läuft es ab – in 6 Schritten

« 1 »
Angebot

Online anfordern, Fraktion & Menge angeben

« 2 »
Behälter

Box/Fass inkl. Retourenlabel erhalten

« 3 »
Verpacken

Trocken, ölfrei, sauber palettiert

« 4 »
Abholung

Termin abstimmen

« 5 »
Bewertung

Wiegen, Laborstichprobe, Endangebot

« 6 »
Vergütung

Auszahlung oder Gutschrift

Verpackung & Logistik – kurz erklärt

GEWICHTSLIMITS ::

Box bis 20 kg, Fass bis 250 kg – orientiert an sicheren Handling-Gewichten für Lager und Transport

TROCKEN & ÖLFREI ::

Öl- und Kühlschmierstoffreste stören sowohl das Zink als auch das chemische Verfahren und verzerren die Materialbewertung

FRAKTIONEN ::

Sortenreine Trennung erleichtert die Klassifizierung und wirkt sich positiv auf die Vergütung aus

PALETTIERUNG ::

Keine Überlänge, Gurte und Stretchfolie, Labels oben und seitlich gut sichtbar

Die Recyclingverfahren im Detail

In der Hartmetallindustrie haben sich zwei etablierte Verfahren durchgesetzt, um aus Altmaterial wieder einsatzfähiges Wolframcarbidpulver zu gewinnen:

ZINKVERFAHREN:
Der Schrott wird mit metallischem Zink im Vakuumofen auf rund 650–900 °C erhitzt. Das flüssige Zink reagiert mit der Kobalt-Bindephase und bildet eine Zink-Kobalt-Legierung. Diese sprengt die Struktur von innen auf, ohne die WC-Körner chemisch zu verändern. Nach der Vakuumdestillation des Zinks bleibt ein poröser Block, der zu Pulver vermahlen wird. Da die ursprüngliche Kristallstruktur der WC-Körner erhalten bleibt, ist die Qualität des recycelten Pulvers dem Neumaterial sehr ähnlich und kann direkt wieder gesintert werden. Besonders geeignet für Schrott mit niedrigerem Kobaltgehalt.

ELEKTROLYTISCHE AUFARBEITUNG:
Die Kobalt-Bindephase wird in einer sauren Lösung elektrolytisch aufgelöst und geht als Kobaltchlorid in Lösung – Kobalt fällt dabei als eigenständiges Nebenprodukt an. Das Wolframcarbid setzt sich als Anodenschlamm ab. Dieser wird gewaschen, gemahlen und gesiebt, um reines WC-Pulver zu gewinnen. Besonders geeignet für Schrott mit höherem Kobaltgehalt (häufig über 10 %) und stärker durchmischte Fraktionen.

Kreislauffähigkeit von Hartmetall – Das 4R-Prinzip

1 »
Reduzieren

Standzeiten steigern
(Sorten, Geometrie, Beschichtung)

2 »
Wiederverwenden

Teile so lange wie möglich
produktiv einsetzen

3 »
Wiederaufbereiten

Nachschleifen, Politur,
Beschichtungs-Refresh

4 »
Recyclen

Nicht mehr aufbereitbare Teile
in den Rohstoffkreislauf zurückführen

Nachhaltigkeit & Zertifikate

Messbarer Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

BIS ZU 75 % PRIMÄRENERGIE‑ERSPARNIS gegenüber der Gewinnung von Wolfram aus Erz – Bergbau, der chemischen Aufbereitung zu Ammoniumparatungstat (APT) und das Aufkohlen zu Wolframcarbid sind energieintensive Prozessschritte, die beim Recycling entfallen.

RUND 40 % CO₂-ERSPARNIS im Vergleich zur Primärproduktion.

ISO 9001 – Qualitätsmanagement, sichert konsistente Prozesse von der Materialannahme bis zur Vergütung.

ISO 14001 – Umweltmanagement, dokumentiert den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Emissionen.

ISO 50001 – Energiemanagement, treibt die kontinuierliche Optimierung des Energieverbrauchs in unseren Prozessen voran.

Recycling contact de

Kontakt
* Pflichtfelder

FAQ – Kompakt

Was ist Hartmetallschrott überhaupt?
Ausgediente oder nicht mehr produktiv nutzbare Werkzeuge und Bauteile aus Wolframcarbid-Kobalt-Verbundwerkstoff – etwa Bohrer, Fräser, Wendeplatten, Stempel oder Verschleißteile, die sich nicht mehr wirtschaftlich aufbereiten lassen.

 

Wie wird der Preis ermittelt?
Die Vergütung erfolgt marktbasiert je Fraktion und Reinheit. Grundlage sind die aktuellen Marktpreise für Wolfram (bzw. APT) und Kobalt.

 

Gibt es eine Sofort‑Indikation?
Ja, online auf Basis Ihrer Angaben zu Fraktion, Menge und optional einem Foto. Der verbindliche Endpreis wird nach Wareneingang und Laboranalyse festgelegt.

 

Auszahlung oder Gutschrift?
Beides möglich – Sie wählen.

 

Akzeptieren sie Soft‑Scrap (Schlämme/Pulver) ?
Ja, nach individueller Bewertung und in geeigneter, dichter Verpackung, getrennt
von Festschrott.

Welche Behälter und Gewichte sind vorgesehen?
Box bis 20 kg, Fass bis 250 kg, Material muss trocken und ölfrei sein.

 

Dürfen Wendeplatten und Rundwerkzeuge gemischt werden?
Ja, das ist zulässig. Soft-Scrap ist davon ausgenommen und muss separat verpackt werden.

 

Welche Materialien sind ausgeschlossen?
HSS (Schnellarbeitsstahl) ist kein Hartmetall im metallurgischen Sinn und wird daher nicht als Hartmetallschrott angenommen oder vergütet. (Details siehe Abschnitt oben: „Was wir nicht annehmen”.)

 

Welche Recyclingverfahren kommen zum Einsatz?
Branchenüblich sind das thermische Zinkverfahren und die chemische bzw. elektrolytische Aufarbeitung – welches Verfahren angewendet wird, hängt vom Kobaltgehalt und der Legierung Ihrer Fraktion ab

 

Warum ist Hartmetall‑Recycling wirtschaftlich sinnvoll?
Weil sich Wolframcarbid nahezu ohne Qualitätsverlust zurückgewinnen lässt und Wolfram als kritischer, knapper Rohstoff eingestuft ist. Recycling sichert zusätzliches Einkommen aus eigentlich „verbrauchtem“ Material und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten.